Arbeitspraktiken unter Nachwuchswissenschaftlern in der Bildungsforschung – eine Untersuchung von Einflussfaktoren in Forschungsgemeinschaften

Kurzbeschreibung

Initiativen wie Open Science und Open Education werfen im Hinblick auf ihre Potentiale zur Verbesserung der Wissenschaft und Lehre sowie ihrer konkreten Bedeutung bei der Umsetzung noch einige Fragen auf. Viele Institutionen – darunter auch die EU – Förderer und Verlage haben oder arbeiten an Richt- und Leitlinien zu Open Science und Open Education. Der Top-down Ansatz wird als vielversprechend gesehen, berücksichtigt mitunter jedoch nicht die alltäglichen Arbeitsweisen von betroffenen Forschenden und Lehrenden. Dabei kann die Arbeit von Forschenden und Lehrenden durch viele Faktoren beeinflusst werden – angefangen bei der Persönlichkeit selbst, über Gegebenheiten des nahen Arbeitsumfeldes, bis hin zu Charakteristika der Wissenschaftsdisziplin, in dem sich die Person bewegt.

Die Studie begleitet Forschende und deren Arbeitspraktiken mit dem Ziel, ihr Verhalten und  Arbeitsgewohnheiten zu untersuchen um Chancen und Herausforderungen durch offene Praktiken herauszustellen. Die Kernfrage ist, welchen Mehrwert offene Praktiken – wie in Leitlinien zu Open Science und Open Education beschrieben – unter Berücksichtigung disziplin- und kontextabhängigen Aspekten für Forschende und Lehrende haben können? Gegenstand der Untersuchung sind potentielle Faktoren und deren Relationen, die Forschungspraktiken beeinflussen.

Die Pilotstudie richtet sich zunächst an NachwuchswissenschaftlerInnen aus der Bildungsforschung, d.h. Personen, die im Hochschulkontext sowohl Forschung als auch Lehre betreiben. Langfristiges Ziel der Untersuchung ist ein Schema, das die Faktoren und deren Relationen aufzeigt und Basis für Untersuchungen in weiteren Disziplinen sein kann.

Das Projekt ist eine Kooperation zwischen dem Informationszentrum Bildung des DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation und dem Open Science Lab des TIB |  Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften und Universitätsbibliothek. Die Nutzerstudie und Datenanalyse wird vom DIPF koordiniert. Die Unterstützung der Teilnehmenden bezüglich Open Science Praktiken und deren Umsetzung mit Tools wird vom TIB koordiniert. Start der 18-monatigen Studie ist der 1. Dezember 2018.

Partner

  • Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation (DIPF)
  • Technische Informationsbibliothek (TIB) Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften und Universitätsbibliothek

Ansprechperson