Forschungsschwerpunkte

Neue Arbeitsgewohnheiten

Fragestellungen:

  • Wie verändert das Social Web Arbeitsgewohnheiten von Forschenden?
  • Wie verändert das Internet die heutigen Forschungs- und Publikationsprozesse in den unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen?

Die Nutzung von Online-Werkzeugen und Social Media-Plattformen ist ein Trend, der sich zunehmend auch in unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen beobachten lässt. Dies betrifft sowohl Forschungsprozesse, beispielsweise indem Forschungsdaten über entsprechende Online-Werkzeuge mit anderen Wissenschaftler/innen geteilt und gemeinsam genutzt werden, als auch Publikationsprozesse, beispielsweise durch die Nutzung von wissenschaftlichen Wikis und Blogs. Diese Technologien bieten aber auch völlig neue Möglichkeiten, mit der Öffentlichkeit zu interagieren und sie einzubinden, indem beispielsweise Social Media-Plattformen wie Twitter, Facebook und Google+ gezielt für die Wissenschaftskommunikation eingesetzt werden, aber auch indem beispielsweise durch so genannte bürgerbeteiligte Forschung (engl. Citizen Science) Bürger aktiv an Forschungsprozessen beteiligt werden. Zusammenfassend bieten die modernen Technologien des Internets der Wissenschaft völlig neue Möglichkeiten zur Kommunikation und Zusammenarbeit sowie der Partizipation und des offenen Diskurses. Dadurch entstehen völlig neue Arbeitsgewohnheiten von Wissenschaftler/innen, die im Leibniz-Forschungsverbund Science 2.0 erforscht werden.

→ Verbundprojekte: Altmetrics in verschiedenen WissenschaftsdisziplinenBook Sprint #CoScience @ CeBIT 2014, Die Ökonomie / Sozialwissenschaften in der deutschen WikipediaSharing Research Data in AcademiaSocial Media innerhalb der Leibniz-Gemeinschaft

Technologieentwicklung

Fragestellungen:

  • Wie können die Forschungsprozesse durch Science 2.0 Unterstützung finden?
  • Wie können Werkzeuge des Science 2.0 heutige Forschungsprozesse innovieren und beschleunigen?

Viele Online-Werkzeuge und Social Media-Plattformen sind ursprünglich gar nicht für den wissenschaftlichen Einsatz konzipiert worden, werden aber dennoch dafür genutzt. Plattformen wie ResearchGate zeigen zudem, dass der Bedarf nach speziellen Lösungen für die Wissenschaft vorhanden ist. Ergebnisse aus der Forschung zu den neuen Arbeitsgewohnheiten sowie aus der Nutzungsforschung eignen sich, um zu untersuchen, inwiefern Forschungs- und Publikationsprozesse durch bestehende Technologien und Anwendungen unterstützt werden können und was noch benötigt wird. Dabei müssen auch die unterschiedlichen Anforderungen der einzelnen wissenschaftlichen Disziplinen berücksichtigt werden. Letztlich bedarf es der Entwicklung geeigneter Werkzeuge, Technologien und Wissenschaftsinfrastrukturen sowie geeigneter Geschäftsmodelle für deren nachhaltigen Betrieb. Diese innovativen Science 2.0-Anwendungen werden im Leibniz-Forschungsverbund Science 2.0 entwickelt und betrieben.

→ Verbundprojekte:  PIDs4SOM. Persistenz von wissenschaftlichem Content im Social WebScholarLib. Ein Framework zur bidirektionalen Koppelung von Sozialen Netzwerken mit wissenschaftlichen FachportalenVIVO für Fachcommunities

Nutzungsforschung

Fragestellungen:

  • Welche neuen Formen der Wissenschaftskommunikation innerhalb der Forschungsgemeinschaft, aber auch zwischen Öffentlichkeit und Forschungsgemeinschaft, werden durch Science 2.0 ermöglicht?
  • Wie werden die dafür nötigen Werkzeuge genutzt?

Damit Science 2.0 funktionieren kann, müssen die neuen Arbeitsgewohnheiten optimal durch entsprechende Technologien unterstützt werden. Da jede/r Wissenschaftler/in sowie jede wissenschaftliche Disziplin unterschiedliche Anforderungen haben, müssen zunächst sowohl die entsprechenden Typisierungen von Forschenden und Forschungsgemeinschaften untersucht werden als auch wie diese die bestehenden Science 2.0-Anwendungen bereits nutzen. Darauf aufbauend kann gezielt analysiert werden, wie gut die neuen Arbeitsgewohnheiten bereits unterstützt werden und wo noch weitere Unterstützung notwendig ist. Dies beinhaltet auch die Evaluierung der im Verbund entwickelten Science 2.0-Anwendungen. Die Ergebnisse können zur Verbesserung bestehender Forschungs- und Publikationsprozesse als auch der Wissenschaftskommunikation innerhalb von Forschungsgemeinschaften sowie mit der Öffentlichkeit verwendet werden. Die entsprechende Nutzer- bzw. Nutzungsforschung wird im Leibniz-Forschungsverbund Science 2.0 durchgeführt.

→ Verbundprojekte: Mehrwerte einer nutzerzentrierten Library 2.0Netiquette und Profile in Science 2.0Science 2.0-SurveySichtbarkeit für WirtschaftswissenschaftlerInnen im Social Web