Open Science ist in den Communities angekommen

Open Science Conference

Vom 13. bis 14. März kamen über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 35 Ländern in Berlin zur Open Science Conference  zusammen, um sich mit den wissenschaftlichen und praktischen Dimensionen der European Open Science Cloud (EOSC) auseinanderzusetzen. Da zuletzt die FAIR-Prinzipien für Forschungsdaten und unterstützende Forschungsdateninfrastrukturen an Bedeutung gewonnen haben, lag ein Themenschwerpunkt der diesjährigen Open Science Conference auf den FAIR-Prinzipien (findable, accessible, interoperable, reusable).

Schwerpunkte waren zum einen aktuelle Entwicklungen im Forschungsdatenmanagement, zum anderen eine kritische Reflektion von Open Science und zum dritten konkrete Open-Science-Umsetzungsprojekte aus den unterschiedlichen wissenschaftlichen Communities.

Folgende Kernthesen zogen sich durch unterschiedliche Vorträge und Diskussionsbeiträge:

  1. Open Science ist in den Communities angekommen und wird zunehmend aufgegriffen. Es gibt zahlreiche Projekte und Initiativen, die Open Science-Praktiken fördern und entsprechende Unterstützung und Trainings anbieten. Hintergrund ist, dass die unterschiedlichen wissenschaftlichen Communities mit Open-Science-Praktiken wissenschaftsimmanente Hürden, wie beispielsweise ihr fachspezifisches Reproduzierbarkeitsproblem, nehmen wollen.
  2. Open Science muss stärker in die wissenschaftliche Ausbildung integriert werden. Technische Hürden werden für die Umsetzung der European Open Science Cloud nicht als zentrale Herausforderung gesehen. Vielmehr müssen Nachwuchsforschende lernen, wie Open Science funktioniert und welche konkreten Vorteile sie von einem kulturellen Wandel haben.
  3. FAIR muss in die Praxis. Zum einen wurde versucht, Open Data und FAIR Data als unterschiedliche aber sich überschneidende Konzepte abzugrenzen. Zum anderen wurde die konkrete Umsetzung der FAIR-Prinzipien in der wissenschaftlichen Praxis diskutiert. Hier hat sich gezeigt, dass es insbesondere bei „Interoperable“ und „Reusable“ noch die größten Herausforderungen gibt.

Klaus Tochtermann, Chair der Open Science Conference und Direktor der ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft, bilanziert: „Open Science-Praktiken sind in den Communities angekommen, weil sich dadurch gezeigt hat, dass die Qualität wissenschaftlicher Ergebnisse erhöht werden kann.“

Werfen Sie mit uns einen Blick zurück auf die Open Science Conference 2018:

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Über die Open Science Conference:

Die Open Science Conference ist die 5. internationale Fachtagung des Leibniz-Forschungsverbundes Science 2.0. Die Open Science Conference führt die frühere Science 2.0 Conference fort und entwickelt diese weiter. Die Tagung richtet an die Open Science Bewegung und bietet ein einmaliges Forum, wo sich Forschende, Fachleute aus Bibliotheken sowie Fachexperten aus der Wissenschaftspolitik zu Diskussionen zusammenfinden sowie zum Austausch von Ideen und praktischen Erfahrungen. Die International Open Science Conference wird veranstaltet von der ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft sowie dem Leibniz-Forschungsverbund Science 2.0.

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