Law for Science 2.0

Projektbeschreibung

Das Interesse an Rechtsfragen im Bereich der erweiterten Wissenschaft (E-Science) steigt unaufhörlich. Trotzdem – oder gerade deshalb – ist Fragestellungen dieser Art erhöhte Aufmerksamkeit zu widmen. Aus diesem Grund initiierten wir „Law for Science 2.0“.

Ziel dieses Projekts ist es, einen ausführlichen Leitfaden zu den rechtlichen Themen zu entwickeln, mit denen Wissenschaftler/innen im Bereich der Digital Humanities („Digitale Geisteswissenschaften“) konfrontiert sind (Umfang: 30-50 Seiten).

Im ersten Teil unseres Leitfadens besprechen wir spezifische Fragen des Urheberrechts, die rechtlichen Aspekte von Datenbanken, den rechtlichen Schutz personenbezogener Daten sowie das Urhebervertragsrecht und erläutern diese anhand von Beispielen aus anderen Science 2.0-Projekten. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der rechtlichen Problematik von Forschungsdaten in Wikis und sozialen Netzwerken wie Twitter oder Facebook.

Im zweiten Teil des Leitfadens werden die politischen Erwägungen im Bereich des Open Access dargestellt; die Open Access-Strategie der DFG wird dabei mit ähnlichen Regelungen anderer Länder (z.B. Frankreich und Großbritannien) sowie den Regelungen auf EU-Ebene verglichen. Ferner wird die gerade reformierte Richtlinie über die Nutzung von Informationen des öffentlichen Sektors vorgestellt. Dieser Teil des Leitfadens soll eine Anleitung zur richtigen Vorgehensweise bei der Lizenzierung von Forschungsergebnissen bieten, insbesondere bezüglich der Nutzung von Creative Commons-Lizenzen.

Abschließend werden im dritten Teil des Leitfadens rechtliche Reformprojekte auf nationaler sowie europäischer Ebene erörtert, die in Zukunft möglicherweise Auswirkungen für die Digitalen Geisteswissenschaften haben könnten.

Im Rahmen unserer Recherche würden wir gerne Kontakt zu einigen Personen anderer Projekte aufnehmen, um festzustellen, ob ihnen die rechtliche Problematik ihrer Projekte bewusst ist und auf welche Art sie dieser begegnen. Zurzeit arbeiten ausschließlich Rechtsexpertinnen und -experten des IDS an diesem Projekt, wobei die Mitarbeit weiteren Spezialisten und Fachkräften offen steht. Der Leitfaden wird in englischer Sprache verfasst, um eine Dissemination zu erleichtern. Falls der Leitfaden sich für die Wissenschaftsgemeinde als nützlich erweist, wird er auch in Zukunft aktualisiert werden.

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