Neue Arbeitsweisen, Kulturen und Instrumente für Forschungs- und Publikationsprozesse
Science 2.0 befasst sich im Grundsatz mit der Frage, wie das Internet mit seinen zahlreichen Web 2.0-Anwendungen Forschungs- und Publikationsprozesse in der Wissenschaft verändert. Science 2.0 prägt die Wissenschaft zunehmend dadurch, dass Partizipation, Kommunikation, Kollaboration und Open Discourse in Forschungs- und Publikationsprozessen in einer völlig neuen Form möglich werden. Um dieses Thema für die Wissenschaft in der ganzen Tiefe zu durchdringen, ist ein hochgradig interdisziplinärer Zusammenschluss von universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen erforderlich.
Disziplinübergreifende Forschung
Vor diesem Hintergrund haben sich insgesamt 30 exzellente Forschungseinrichtungen unterschiedlicher Forschungsdiziplinen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz darauf verständigt, das Thema Science 2.0 gemeinsam und wissenschaftlich möglichst umfassend zu erschließen. Für diesen Zweck fanden eine Reihe von Workshops statt, in deren Rahmen eine möglichst disziplinenübergreifende Perspektive auf Science 2.0 entwickelt wurde. Als Ergebnis dieser Diskussionen ist ein Antrag entstanden, der ein Forschungsprogramm mit einer Perspektive für die nächsten zehn Jahre aufzeigt. Dieser Antrag wurde vom Präsidium der Leibniz-Gemeinschaft für die kommenden fünf Jahre bewilligt. Organisatorisch ist der Forschungsverbund in der Leibniz-Gemeinschaft verankert und wird von Mitgliedinstituten der Leibniz-Gemeinschaft maßgeblich vorangetrieben.
Forschungsschwerpunkte
Neue Arbeitsgewohnheiten:
Wie verändert das Internet die Forschungs- und Publikationsprozesse in den Wissenschaftsdisziplinen?Technologieentwicklung:
Wie können die tradierten Forschungsprozesse durch
Science 2.0 und die neuen Werkzeuge Unterstützung finden?-
Nutzungsforschung:
Welche neuen Formen der Wissenschaftskommunikation werden durch Science 2.0 ermöglicht und wie werden die dafür nötigen Werkzeuge genutzt?
Ein Wort des Präsidenten der Leibniz-Gemeinschaft
»Die Wissenschaft lebt vom stetigen Nachwuchs junger, international vernetzter Forscher. Gerade junge Wissenschaftler kommunizieren ganz selbstverständlich über soziale Netzwerke. Deshalb weitet die Leibniz-Gemeinschaft ihr Informationsangebot im Web 2.0 aus, um den Mediennutzungsgewohnheiten dieser Zielgruppe zu entsprechen.«

Karl Ulrich Mayer |
|---|
Teilnehmende Einrichtungen
- Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung

- Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V.

- Deutsche Zentralbibliothek für Medizin

- Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung

- Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung

- Institut für Deutsche Sprache

- Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften & Mathematik

- Institut für Weltwirtschaft

- ZBW - Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft

- Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung

- GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften

- Leibniz-Zentrum für Psychologische Information & Dokumentation

- Museum für Naturkunde

- Sozio-ökonomisches Panel im DIW Berlin

- Technische Informationsbibliothek Hannover

- Medienzentrum, TU Dresden

- Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft

- Interdisziplinäre Arbeitsgruppe Web Research, TU Darmstadt

- Informationswissenschaft, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

- Institut für Informatik der Universität Kiel

- Medieninformatik, Universität Passau

- Institut für Wirtschaftsinformatik, TU Bergakademie Freiberg

- Informatik, Mathematik und Naturwissenschaften, HTWK Leipzig

- Wikimedia Deutschland e.V.

- Hybrid Publishing Lab, Centre for Digital Cultures, Leuphana Universität Lüneburg

- Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung

- Know-Center

- Ibero-Amerikanisches Institut Preußischer Kulturbesitz

- Institut für Medien- und Kommunikationsmanagement, Universität St. Gallen

- Leibniz-Institut für Wissensmedien

